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  • 01 Mar 15:00
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    Schwere Knochen
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    nach dem gleichnamigen Roman von David Schalko
    Bühnenbearbeitung von Anita Augustin
    Regie Alexander Charim

    Große Ganoven, fesche Strizzis, korrupte Kieberer, heilige Huren. Geldwäsche, Glücksspiel, Schmuggel, Raub, Mord. Das Ende eines Krieges, der mit anderen Mitteln fortgesetzt wird, und die fürchterlichste aller Drohungen: Wien bleibt Wien!

    Schon bei seiner Geburt ist Ferdinand Krutzler ein Lackel. Sechs Kilo wiegt der Monsterbub, als er in den 1920er-Jahren das Licht der Welt erblickt, und die Krutzler-Mutter sich für die verpasste Abtreibung verflucht. Dabei ist der Ferdinand schon mit zwölf ein Talent: Da begeht er seinen ersten Mord, es dürfte ein Bauchstich gewesen sein, vielleicht ist das Opfer aber auch nur zufällig ins Messer gerannt. Auf jeden Fall war der Krutzler-Vater von da an tot, und sein talentierter Sohn mit den schweren Knochen startet eine beispiellose Karriere. Als Verbrecher. In Erdberg. Da lernt er sie kennen, seine Blutsbrüder im Zeichen des Ganoventums: den bleichen Wessely, den schlaksigen Sikora, den fleischigen Praschak. Unter dem Label „Erdberger Spedition“ räumen die Vier im Zwischenkriegs-Wien Wohnungen aus und erwirtschaften sich damit alles, was das Jungmännerherz begehrt: Schnaps, Weiber, Ruhm. Dann kommt der Anschluss an Nazi-Deutschland, und alles wird anders. Der junge Krutzler erlebt seine zweite Geburt. Im Konzentrationslager. Als rohes Kleinverbrecher-Gestein wird er nach Mauthausen gebracht, als geschliffener Diamant kehrt er ins zerbombte Wien zurück und avanciert zum König der Unterwelt.
    David Schalko (Braunschlag, Altes Geld, M – Eine Stadt sucht einen Mörder) entwirft in seinem jüngsten Roman ein Pandämonium Austriacum, in dem die bösen Geister einer ganzen Nation fröhliche Urständ’ feiern. Der Wiener Regisseur Alexander Charim (Inszenierungen u. a. am Schauspielhaus Wien, an der Staatsoper Hannover, an der Deutschen Oper Berlin und am Theater Basel) bringt die Geister zum Tanzen.


    Tickets: shop.jetticket.net

  • 02 Mar 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    Schuld & Söhne
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    Uraufführung

    Schuld & Söhne

    Klimatragödie mit Musik von Christine Eder (Text) und Eva Jantschitsch (Musik) Regie Christine EderEin Schutzhaus in einer nicht näher definierten Zukunft. Hier leben privilegierte Personen, die ihren urbanen Wohnraum rechtzeitig verlassen konnten, bevor es in den Städten zu heiß wurde. Das autarke Haus ist Refugium, Zufluchtsstätte, 24h-Safe-Space mit eigener Energieversorgung und kleiner Landwirtschaft.

    Die hier ansässige Patchwork-Familie und ihre zufällig zugeteilten Mitbewohner/innen trotzen den Folgen des Kollaps. Sie praktizieren ein Lebensmodell des Teilens und Schonens; um Ressourcen zu sparen, wird technologiefrei erzählt. Das Projekt gerät ins Wanken, als immer mehr Städter/innen in den klimaneutralen Mikrokosmos vordringen. Im Kern dreht sich der theatrale Modellversuch um die Frage nach der Schuld aller Beteiligten an der aussichtslosen Situation. An welchen Abzweigungen wurden falsche Entscheidungen getroffen? Welche politischen Ansichten haben zu dieser Lage geführt? Gibt es Auswege aus der Krise?

    In ihrer neuen Zusammenarbeit widmen sich Christine Eder (Text und Regie) und die Musikerin Eva Jantschitsch (Musik) der Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Eine „Klimatragödie mit Musik“, die die politische Auseinandersetzung sucht – wie schon bei den gemeinsamen Arbeiten Proletenpassion ff. sowie am Volkstheater Alles Walzer, alles brennt und Verteidigung der Demokratie.

    Schuld & Söhne ist die zweite und letzte Eigenproduktion des Volkstheaters in der Halle E im Museumsquartier.

    • Musikalische Leitung, Komposition, Liedtexte Eva Jantschitsch
    • Bühne Monika Rovan
    • Kostüme Heike Kovacs, Sun Li Lian Obwegeser
    • Video Philipp Haupt
    • Licht Paul Grilj
    • Chorleitung Anna Laner
    • Leitung Gesang Annette Fischer
    • Dramaturgie Roland Koberg
    • Chor Reinhard Bacher, Stefan Bergmann, Kim Chakraborty, Robert Czyszczon, Stefan Erhard, Ulli Fuchs, Bana Haddad, Daniel Harrasser, Elena Höbarth, Alexander Hofer, Ljubica Jaksic, Julia Kiradjiev, Daniel Kisielow, Lisa Manhart, Peter Riediger, Simon Scharinger, Kimberly Schlüter, Georg Smolek, Petra Thuri, Karin Wayßmaier
    mit Bernhard Dechant, Thomas Frank, Nils Hohenhövel, Evi Kehrstephan, Katharina Klar, Christoph Rothenbuchner, Claudia Sabitzer, Dominik Warta, Elise Mory (Musikerin)


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  • 06 Mar 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    Gutmenschen
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    Uraufführung

    Gutmenschen

    von Yael Ronen und Ensemble
    Regie Yael Ronen
    Mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Lotterien GmbHmit englischen Übertiteln / with English supertitlesEingeladen zu den Autorentheatertagen 2018Im Herbst 2015 entwickelten Yael Ronen und Ensemble die Komödie  Lost and Found, die privates Chaos mit der historischen Situation nach dem langen Sommer der Migration verknüpfte und mit dem Nestroy-Autorenpreis als Bestes Stück ausgezeichnet wurde.

    Mehr als zwei Jahre später kommen die Akteur/innen wieder zusammen und setzen dort an, wo sie beim letzten Mal auseinander gegangen sind: Es gibt ein Wiedersehen mit den Geschwistern Maryam und Elias. Gemeinsam mit ihrem beweglichen Familiengefüge haben sich in der Wohnung ihres verstorbenen Vaters gut eingerichtet. Den Kindern geht es gut, neue Liebesbeziehungen sind entstanden. Österreich rückt nach rechts und der Cousin Yousef bekommt einen negativen Asylbescheid. Nach zwei Jahren des Zusammenwachsens bricht die Wirklichkeit erneut ins Wohnzimmer ein, und die Vollintegrierten nehmen die Herausforderung gemeinsam an.

    Regisseurin Yael Ronen, „die lustigste Frau im deutschsprachigen Theater“ (Spiegel Online) wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie 2017 den Preis des Internationalen Theaterinstituts im Rahmen des Festivals Theater der Welt sowie den Europe Prize for Theatrical Realities, mit dem die EU-Kommission genreübergreifend kreative und innovative theatrale Unternehmungen prämiert.

    • Bühne Wolfgang Menardi
    • Kostüme Amit Epstein
    • Musik Yaniv Fridel, Ofer (OJ) Shabi
    • Video Jan Zischka
    • Licht Jennifer Kunis
    • Dramaturgie Veronika Maurer, Niels Bormann
    mit Yousif Ahmad (Yousef), Knut Berger (Schnute), Katharina Klar (Klara), Sebastian Klein (Elias Sabry), Jutta Schwarz (Ute), Paul Spittler (Moritz), Birgit Stöger (Maryam Sabry), Jan Thümer, Jermolaj Klein, Julius Feldmeier, Niels Bormann (im Video)


    Tickets: shop.jetticket.net

  • 07 Mar 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    König Ottokars Glück und Ende
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    von Franz Grillparzer
    Regie und Bühne Dušan David Pařízek
    mit englischen und tschechischen Übertiteln

    König Ottokar von Böhmen steht vor dem Scherbenhaufen seiner Macht- und Heiratspolitik. Von seiner Frau hatte er sich getrennt für eine jüngere, die ihm einen Thronfolger schenken sollte, bei der Kaiserwahl fiel er daraufhin durch.

    Nun muss er mit eigenen Ohren hören, wie seine früheren Untertanen sich dem römisch-deutschen Kaiser Rudolf I. von Habsburg andienen. Ein steirischer Dichter empfiehlt Rudolf in blumigen Worten, sich Österreichs als eines wangenrot daliegenden Jünglings anzunehmen („Er ist ein guter Herr, es ist ein gutes Land“), auch der Wiener Bürgermeister läuft vom Böhmenkönig zum Habsburger über – „O Wiener! Leichtbeweglich Volk!“, seufzt Ottokar.
    Grillparzers historische Parabel ist seit fast 200 Jahren ein Hauptbeitrag des Theaters zur österreichischen Identität, allein am Burgtheater und am Volkstheater wurde das Stück unzählige Male gegeben. Nun inszeniert zum ersten Mal ein tschechischer Regisseur das Trauerspiel, das von der k.u.k.-Zensur anfänglich wegen „Böhmenfeindlichkeit“ zurückgehalten wurde und das bis heute nicht ins Tschechische übersetzt worden ist.
    In Dušan David Pařízeks fünfter Arbeit am Volkstheater (nach  Nora³, Alte Meister, Selbstbezichtigung, Das Narrenschiff) spielt der tschechische Schauspieler Karel Dobrý die Titelrolle.

    • Bühne Dušan David Pařízek
    • Kostüme Kamila Polívková
    • Licht Paul Grilj
    • Dramaturgie Roland Koberg
    mit Gábor Biedermann (Braun von Olmütz), Karel Dobrý (Primislaus Ottokar), Peter Fasching (Zawisch von Rosenberg), Thomas Frank (Seyfried Merenberg), Rainer Galke (Margarethe von Österreich/Paltram Vatzo/Friedrich Zollern), Anja Herden (Kunigunde von Massovien), Lukas Holzhausen (Rudolf von Habsburg)


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  • 08 Mar 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    König Ottokars Glück und Ende
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    von Franz Grillparzer
    Regie und Bühne Dušan David Pařízek
    mit englischen und tschechischen Übertiteln

    König Ottokar von Böhmen steht vor dem Scherbenhaufen seiner Macht- und Heiratspolitik. Von seiner Frau hatte er sich getrennt für eine jüngere, die ihm einen Thronfolger schenken sollte, bei der Kaiserwahl fiel er daraufhin durch.

    Nun muss er mit eigenen Ohren hören, wie seine früheren Untertanen sich dem römisch-deutschen Kaiser Rudolf I. von Habsburg andienen. Ein steirischer Dichter empfiehlt Rudolf in blumigen Worten, sich Österreichs als eines wangenrot daliegenden Jünglings anzunehmen („Er ist ein guter Herr, es ist ein gutes Land“), auch der Wiener Bürgermeister läuft vom Böhmenkönig zum Habsburger über – „O Wiener! Leichtbeweglich Volk!“, seufzt Ottokar.
    Grillparzers historische Parabel ist seit fast 200 Jahren ein Hauptbeitrag des Theaters zur österreichischen Identität, allein am Burgtheater und am Volkstheater wurde das Stück unzählige Male gegeben. Nun inszeniert zum ersten Mal ein tschechischer Regisseur das Trauerspiel, das von der k.u.k.-Zensur anfänglich wegen „Böhmenfeindlichkeit“ zurückgehalten wurde und das bis heute nicht ins Tschechische übersetzt worden ist.
    In Dušan David Pařízeks fünfter Arbeit am Volkstheater (nach  Nora³, Alte Meister, Selbstbezichtigung, Das Narrenschiff) spielt der tschechische Schauspieler Karel Dobrý die Titelrolle.

    • Bühne Dušan David Pařízek
    • Kostüme Kamila Polívková
    • Licht Paul Grilj
    • Dramaturgie Roland Koberg
    mit Gábor Biedermann (Braun von Olmütz), Karel Dobrý (Primislaus Ottokar), Peter Fasching (Zawisch von Rosenberg), Thomas Frank (Seyfried Merenberg), Rainer Galke (Margarethe von Österreich/Paltram Vatzo/Friedrich Zollern), Anja Herden (Kunigunde von Massovien), Lukas Holzhausen (Rudolf von Habsburg)


    Tickets: shop.jetticket.net