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  • 28 Jan 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    Wer hat meinen Vater umgebracht
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    Deutschsprachige Erstaufführung

    Wer hat meinen Vater umgebracht

    nach dem Buch von Édouard Louismit Motiven aus Das Ende von Eddy von Édouard Louis
     Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel Regie Christina Rast Bühnenbearbeitung von Christina Rast und Heike Müller-Merten„Wenn dies ein Theatertext wäre, müsste er mit den folgenden Worten beginnen: Ein Vater und ein Sohn befinden sich in einigen Metern Abstand zueinander in einem großen, weitläufigen und leeren Raum …“

    Dieses Szenario eröffnet Édouard Louis’ jüngste autobiografische Auseinandersetzung mit seinem Vater, in der er gleichsam Abbitte leistet für die wütenden Angriffe fünf Jahre zuvor. Da hatte Louis in seinem vielbeachteten Debütroman Das Ende von Eddy so ziemlich alles attackiert, was ihm qua Geburt umgehängt wurde: Herkunft, Milieu, Werte.
    Der Sohn will gesehen werden. Aber das Auge des Vaters meidet seinen Anblick. Der Sohn ist im Begriff, Grenzen zu überschreiten – hin zum Weiblichen, Schwulen, Gebildeten, und das macht ihn für den Vater zum Störfall. Der Sohn wird die ganze Jugend über hoffen, der Vater würde verschwinden. Jetzt, als Erwachsener, ist er auf der Suche nach ihm. Und nach den Ursachen für dessen Zerstörung. Aus der schmerzhaften Erinnerung an eine Kindheit, die von Armut, toxischer Männlichkeit, Homophobie und Bildungsferne geprägt ist, getrieben von der Scham über die proletarische Herkunft, gelingt dem jungen Intellektuellen der Perspektivenwechsel. Édouard Louis verhandelt das individuelle Schicksal seines Vaters als gesellschaftliches Phänomen. Indem er anerkennt, dass die Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Klasse nicht nur für seinen Vater ein Urteil bedeutet, kann der Sohn die Opferrolle verlassen und wird zum Ankläger.
    Die im deutschsprachigen Raum inszenierende Schweizer Regisseurin Christina Rast wurde in Österreich bekannt mit den Grazer Uraufführungen Der Wiederaufbau des Haider-Denkmals und Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend von Oliver Kluck. Große Beachtung fand auch ihre Adaption des Wende-Romans von Peter Richter 89/90 am Staatsschauspiel Dresden.

    • Bühne Franziska Rast
    • Kostüme Sarah Borchardt
    • Musik Felix Müller-Wrobel
    • Dramaturgie Heike Müller-Merten
    mit Peter Fasching, Sebastian Klein, Julia Kreusch, Sebastian Pass, Birgit Stöger (Eddy / Édouard)

    Illustration: Valerie Tiefenbacher


    Tickets: shop.jetticket.net

  • 29 Jan 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    Schwere Knochen
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    nach dem gleichnamigen Roman von David Schalko
    Bühnenbearbeitung von Anita Augustin
    Regie Alexander Charim

    Große Ganoven, fesche Strizzis, korrupte Kieberer, heilige Huren. Geldwäsche, Glücksspiel, Schmuggel, Raub, Mord. Das Ende eines Krieges, der mit anderen Mitteln fortgesetzt wird, und die fürchterlichste aller Drohungen: Wien bleibt Wien!

    Schon bei seiner Geburt ist Ferdinand Krutzler ein Lackel. Sechs Kilo wiegt der Monsterbub, als er in den 1920er-Jahren das Licht der Welt erblickt, und die Krutzler-Mutter sich für die verpasste Abtreibung verflucht. Dabei ist der Ferdinand schon mit zwölf ein Talent: Da begeht er seinen ersten Mord, es dürfte ein Bauchstich gewesen sein, vielleicht ist das Opfer aber auch nur zufällig ins Messer gerannt. Auf jeden Fall war der Krutzler-Vater von da an tot, und sein talentierter Sohn mit den schweren Knochen startet eine beispiellose Karriere. Als Verbrecher. In Erdberg. Da lernt er sie kennen, seine Blutsbrüder im Zeichen des Ganoventums: den bleichen Wessely, den schlaksigen Sikora, den fleischigen Praschak. Unter dem Label „Erdberger Spedition“ räumen die Vier im Zwischenkriegs-Wien Wohnungen aus und erwirtschaften sich damit alles, was das Jungmännerherz begehrt: Schnaps, Weiber, Ruhm. Dann kommt der Anschluss an Nazi-Deutschland, und alles wird anders. Der junge Krutzler erlebt seine zweite Geburt. Im Konzentrationslager. Als rohes Kleinverbrecher-Gestein wird er nach Mauthausen gebracht, als geschliffener Diamant kehrt er ins zerbombte Wien zurück und avanciert zum König der Unterwelt.
    David Schalko (Braunschlag, Altes Geld, M – Eine Stadt sucht einen Mörder) entwirft in seinem jüngsten Roman ein Pandämonium Austriacum, in dem die bösen Geister einer ganzen Nation fröhliche Urständ’ feiern. Der Wiener Regisseur Alexander Charim (Inszenierungen u. a. am Schauspielhaus Wien, an der Staatsoper Hannover, an der Deutschen Oper Berlin und am Theater Basel) bringt die Geister zum Tanzen.


    Tickets: shop.jetticket.net

  • 30 Jan 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    Peer Gynt
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    Peer Gynt

    von Henrik Ibsen Regie Viktor Bodó mit englischen Übertiteln1902 erlebte Henrik Ibsens „dramatisches Gedicht“ Peer Gynt am Wiener Volkstheater seine deutschsprachige Erstaufführung. Auf derselben Bühne wird das Stück nun von Viktor Bodó inszeniert – als letzte Premiere, bevor das Volkstheater saniert wird und der Spielbetrieb in die Halle E übersiedelt.

    Peer Gynts Vater hat einst das Vermögen der Familie durchgebracht und ist verschwunden. Das Trauma der sozialen Deklassierung verarbeiten Mutter und Sohn ähnlich – Mutter Aase träumt und Peer lügt sich in andere Welten. Er ist anders als die selbstgenügsamen Dörfler und will schrankenlose Freiheit. Nachdem er einem anderen die Braut weggenommen hat, gibt es für Peer kein Zurück mehr; er zieht in die Welt, erobert Frauen, um sie schnell wieder abzuschütteln und dazwischen neue vaterlose Peers zu zeugen. In Nordafrika erzielt er durch Menschenhandel hohe Gewinne, will seinen Kindheitstraum erfüllen und Weltkaiser werden, lässt sich für einen Propheten halten, ergeht sich in kolonialen Bauherrnfantasien, landet in einer Anstalt in Kairo und kehrt als alter Mann in den Norden zurück. Die ganze Welt ist ihm ein Spielplatz, rastlos stürzt er von einem Abenteuer zum nächsten, immer auf der Suche nach Erfüllung des großen westlichen Sinnversprechens: dem „Ich“. Henrik Ibsen, der profunde Kenner des bürgerlichen Seelenlebens, seziert in Peer Gynt das Mindset eines ruchlosen Homo Ludens, eines europäischen Mannes des 19. Jahrhunderts – wie wir ihn auch heute noch kennen.
    Regisseur Viktor Bodó, der in der vergangenen Spielzeit die bürgerliche Wohnung des Ehepaars Biedermann in ein Spukhaus verwandelt hat, folgt nun Peer Gynt in die norwegischen Berge und die nordafrikanische Wüste.

    • Bühne Ágnes Bobor
    • Kostüme Andrea Kovács
    • Komposition Klaus von Heydenaber
    • Sounddesign Gábor Keresztes
    • Licht Paul Grilj
    • Dramaturgie Anna Veress, Veronika Maurer
    mit Günter Franzmeier, Andreas Grötzinger, Dorka Gryllus, Nils Hohenhövel, Evi Kehrstephan, Steffi Krautz, Stefan Suske, Jan Thümer, Günther Wiederschwinger

    Illustration: Valerie Tiefenbacher


    Tickets: shop.jetticket.net

  • 31 Jan 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    Peer Gynt
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    Peer Gynt

    von Henrik Ibsen Regie Viktor Bodó mit englischen Übertiteln1902 erlebte Henrik Ibsens „dramatisches Gedicht“ Peer Gynt am Wiener Volkstheater seine deutschsprachige Erstaufführung. Auf derselben Bühne wird das Stück nun von Viktor Bodó inszeniert – als letzte Premiere, bevor das Volkstheater saniert wird und der Spielbetrieb in die Halle E übersiedelt.

    Peer Gynts Vater hat einst das Vermögen der Familie durchgebracht und ist verschwunden. Das Trauma der sozialen Deklassierung verarbeiten Mutter und Sohn ähnlich – Mutter Aase träumt und Peer lügt sich in andere Welten. Er ist anders als die selbstgenügsamen Dörfler und will schrankenlose Freiheit. Nachdem er einem anderen die Braut weggenommen hat, gibt es für Peer kein Zurück mehr; er zieht in die Welt, erobert Frauen, um sie schnell wieder abzuschütteln und dazwischen neue vaterlose Peers zu zeugen. In Nordafrika erzielt er durch Menschenhandel hohe Gewinne, will seinen Kindheitstraum erfüllen und Weltkaiser werden, lässt sich für einen Propheten halten, ergeht sich in kolonialen Bauherrnfantasien, landet in einer Anstalt in Kairo und kehrt als alter Mann in den Norden zurück. Die ganze Welt ist ihm ein Spielplatz, rastlos stürzt er von einem Abenteuer zum nächsten, immer auf der Suche nach Erfüllung des großen westlichen Sinnversprechens: dem „Ich“. Henrik Ibsen, der profunde Kenner des bürgerlichen Seelenlebens, seziert in Peer Gynt das Mindset eines ruchlosen Homo Ludens, eines europäischen Mannes des 19. Jahrhunderts – wie wir ihn auch heute noch kennen.
    Regisseur Viktor Bodó, der in der vergangenen Spielzeit die bürgerliche Wohnung des Ehepaars Biedermann in ein Spukhaus verwandelt hat, folgt nun Peer Gynt in die norwegischen Berge und die nordafrikanische Wüste.

    • Bühne Ágnes Bobor
    • Kostüme Andrea Kovács
    • Komposition Klaus von Heydenaber
    • Sounddesign Gábor Keresztes
    • Licht Paul Grilj
    • Dramaturgie Anna Veress, Veronika Maurer
    mit Günter Franzmeier, Andreas Grötzinger, Dorka Gryllus, Nils Hohenhövel, Evi Kehrstephan, Steffi Krautz, Stefan Suske, Jan Thümer, Günther Wiederschwinger

    Illustration: Valerie Tiefenbacher


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  • 01 Feb 19:30
    Volkstheater

    Halle E

    Volkstheater

    Schwere Knochen
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    nach dem gleichnamigen Roman von David Schalko
    Bühnenbearbeitung von Anita Augustin
    Regie Alexander Charim

    Große Ganoven, fesche Strizzis, korrupte Kieberer, heilige Huren. Geldwäsche, Glücksspiel, Schmuggel, Raub, Mord. Das Ende eines Krieges, der mit anderen Mitteln fortgesetzt wird, und die fürchterlichste aller Drohungen: Wien bleibt Wien!

    Schon bei seiner Geburt ist Ferdinand Krutzler ein Lackel. Sechs Kilo wiegt der Monsterbub, als er in den 1920er-Jahren das Licht der Welt erblickt, und die Krutzler-Mutter sich für die verpasste Abtreibung verflucht. Dabei ist der Ferdinand schon mit zwölf ein Talent: Da begeht er seinen ersten Mord, es dürfte ein Bauchstich gewesen sein, vielleicht ist das Opfer aber auch nur zufällig ins Messer gerannt. Auf jeden Fall war der Krutzler-Vater von da an tot, und sein talentierter Sohn mit den schweren Knochen startet eine beispiellose Karriere. Als Verbrecher. In Erdberg. Da lernt er sie kennen, seine Blutsbrüder im Zeichen des Ganoventums: den bleichen Wessely, den schlaksigen Sikora, den fleischigen Praschak. Unter dem Label „Erdberger Spedition“ räumen die Vier im Zwischenkriegs-Wien Wohnungen aus und erwirtschaften sich damit alles, was das Jungmännerherz begehrt: Schnaps, Weiber, Ruhm. Dann kommt der Anschluss an Nazi-Deutschland, und alles wird anders. Der junge Krutzler erlebt seine zweite Geburt. Im Konzentrationslager. Als rohes Kleinverbrecher-Gestein wird er nach Mauthausen gebracht, als geschliffener Diamant kehrt er ins zerbombte Wien zurück und avanciert zum König der Unterwelt.
    David Schalko (Braunschlag, Altes Geld, M – Eine Stadt sucht einen Mörder) entwirft in seinem jüngsten Roman ein Pandämonium Austriacum, in dem die bösen Geister einer ganzen Nation fröhliche Urständ’ feiern. Der Wiener Regisseur Alexander Charim (Inszenierungen u. a. am Schauspielhaus Wien, an der Staatsoper Hannover, an der Deutschen Oper Berlin und am Theater Basel) bringt die Geister zum Tanzen.


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