Veranstaltungen

  • 28 Mai 15:00
    Wiener Festwochen

    Halle E

    Wiener Festwochen

    Les Robots ne connaissent pas le Blues oder Die Entführung aus dem Serail
    Weiter lesen

    Diskurse um kulturelle Hegemonie, westlichen Humanismus, Eifersucht und kulturelle Missverständnisse sind heute genauso präsent wie vor 235 Jahren, als die „Türkenoper“ im Burgtheater als Jubiläumsfeier des Sieges über die Osmanen uraufgeführt wurde. Das deutsch-ivorische Ensemble von Gintersdorfer/Klaßen analysiert und dekonstruiert gemeinsam mit Benedikt von Peter Die Entführung aus dem Serail.
    Mozarts Oper ist der musikalische und inhaltliche Ausgangspunkt dieser gemeinsam suchenden Arbeit, denn in kaum einer anderen Oper geht es so deutlich um die Konfrontation zweier heterogener Kulturen.
    Diese Begegnung spiegelt sich im Aufeinandertreffen der Camerata Salzburg, den Opernsänger*innen des Theater Bremen und den unkonventionellen Performern von Gintersdorfer/Klaßen – diese zunächst sehr unterschiedlichen Systeme des Denkens und Arbeitens stellen Kontaktpunkte her, die im besten Fall zu einer Veränderung der Systeme führen. Der Musiker Ted Gaier von den Goldenen Zitronen sowie die ivorischen Showbizstars SKelly und Franck Edmond Yao alias Gadoukou La Star nehmen das Publikum mit auf eine musikalische Entdeckungsreise – selbstverständlich auch mit Hauke Heumann, der Mozarts Oper um popkulturelle Perlen bereichert. Diese Produktion bringt die diversen Potenziale aus den unterschiedlichen Welten zusammen und es entsteht eine neue Form, die sowohl Opernfans beglückt, als auch eingefleischte Fans von Gintersdorfer/Klaßen mit sinnlichem Denkfutter versorgt.
    Lust aufeinander. Lust auf Miteinander. Oper wird hier zur gelebten Kommunikation. Für alle Freund*innen des feinen Unterschieds zwischen subtiler musikalischer Dekonstruktion und plumper Demontage.
    Gintersdorfer/Klaßen entwickeln seit 2005 Projekte, in denen sie Lebensstrategien und Ausdrucksformen der Darsteller*innen zum Zentrum machen und mit eigenen Strategien und Ästhetiken konfrontieren. Das Team ist deutsch-ivorisch mit internationalen Gästen.
    Auf Initiative von Benedikt von Peter, Opernregisseur und seit der Spielzeit 2016/17 Intendant des Luzerner Theaters, entstand mit den Bremer Philharmonikern und ihrem Generalmusikdirektor Markus Poschner dieses Opernexperiment. In der Wiener Version spielt die Camerata Salzburg unter der musikalischen Leitung von Jonathan Stockhammer. 



    Tickets: www.wienerfestwochen.at

  • 28 Mai 19:30
    Wiener Festwochen

    Halle E

    Wiener Festwochen

    Les Robots ne connaissent pas le Blues oder Die Entführung aus dem Serail
    Weiter lesen

    Diskurse um kulturelle Hegemonie, westlichen Humanismus, Eifersucht und kulturelle Missverständnisse sind heute genauso präsent wie vor 235 Jahren, als die „Türkenoper“ im Burgtheater als Jubiläumsfeier des Sieges über die Osmanen uraufgeführt wurde. Das deutsch-ivorische Ensemble von Gintersdorfer/Klaßen analysiert und dekonstruiert gemeinsam mit Benedikt von Peter Die Entführung aus dem Serail.
    Mozarts Oper ist der musikalische und inhaltliche Ausgangspunkt dieser gemeinsam suchenden Arbeit, denn in kaum einer anderen Oper geht es so deutlich um die Konfrontation zweier heterogener Kulturen.
    Diese Begegnung spiegelt sich im Aufeinandertreffen der Camerata Salzburg, den Opernsänger*innen des Theater Bremen und den unkonventionellen Performern von Gintersdorfer/Klaßen – diese zunächst sehr unterschiedlichen Systeme des Denkens und Arbeitens stellen Kontaktpunkte her, die im besten Fall zu einer Veränderung der Systeme führen. Der Musiker Ted Gaier von den Goldenen Zitronen sowie die ivorischen Showbizstars SKelly und Franck Edmond Yao alias Gadoukou La Star nehmen das Publikum mit auf eine musikalische Entdeckungsreise – selbstverständlich auch mit Hauke Heumann, der Mozarts Oper um popkulturelle Perlen bereichert. Diese Produktion bringt die diversen Potenziale aus den unterschiedlichen Welten zusammen und es entsteht eine neue Form, die sowohl Opernfans beglückt, als auch eingefleischte Fans von Gintersdorfer/Klaßen mit sinnlichem Denkfutter versorgt.
    Lust aufeinander. Lust auf Miteinander. Oper wird hier zur gelebten Kommunikation. Für alle Freund*innen des feinen Unterschieds zwischen subtiler musikalischer Dekonstruktion und plumper Demontage.
    Gintersdorfer/Klaßen entwickeln seit 2005 Projekte, in denen sie Lebensstrategien und Ausdrucksformen der Darsteller*innen zum Zentrum machen und mit eigenen Strategien und Ästhetiken konfrontieren. Das Team ist deutsch-ivorisch mit internationalen Gästen.
    Auf Initiative von Benedikt von Peter, Opernregisseur und seit der Spielzeit 2016/17 Intendant des Luzerner Theaters, entstand mit den Bremer Philharmonikern und ihrem Generalmusikdirektor Markus Poschner dieses Opernexperiment. In der Wiener Version spielt die Camerata Salzburg unter der musikalischen Leitung von Jonathan Stockhammer. 



    Tickets: www.wienerfestwochen.at

  • 31 Mai 19:30
    Wiener Festwochen

    Halle E

    Wiener Festwochen

    Obsession
    Weiter lesen

    Mit Ossessione, der bahnbrechenden Verfilmung des Klassikers Wenn der Postmann zweimal klingelt von James M. Cain, gilt Luchino Visconti als Wegbereiter des italienischen Neorealisums. In kurzen Szenen, roh, poetisch und brutal, erzählt Visconti die Geschichte von zwei Liebenden am Rande der Gesellschaft: Gino, einem attraktiven Herumtreiber, und Giovanna, einer jungen, unglücklichen Ehefrau eines Tankstellenbetreibers, die versucht, ihrem früheren, von Armut geprägten Leben zu entkommen. Zusammen entwerfen sie den Plan, Giovannas Mann zu töten, doch das Verbrechen kann das Liebespaar nicht auf Dauer vereinen.

    Der belgische Regisseur und Leiter der Toneelgroep Amsterdam Ivo van Hove greift ein viertes Mal auf die Ästhetik des Neorealismus von Visconti zurück und überträgt diese auf das Theater. Die Rolle des Gino spielt Jude Law, einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation, sowohl bekannt für seine Darstellungen als Hamlet und Henry V im Theater als auch in preisgekrönten Filmen wie, unter anderem, in Unterwegs nach Cold Mountain oder Der talentierte Mr. Ripley. Erstmals stehen englische Schauspieler gemeinsam mit dem Ensemble der Toneelgroep Amsterdam auf der Bühne. Mit der Kraft einer antiken Tragödie entfaltet Obsession große Themen über die zerstörerische Energie von Leidenschaft und wie die Macht der Natur und der Druck der Gesellschaft die Hingabe von sich Liebenden zersetzen kann.

         


    Tickets: www.festwochen.at

  • 01 Jun 19:30
    Wiener Festwochen

    Halle E

    Wiener Festwochen

    Obsession
    Weiter lesen

    Mit Ossessione, der bahnbrechenden Verfilmung des Klassikers Wenn der Postmann zweimal klingelt von James M. Cain, gilt Luchino Visconti als Wegbereiter des italienischen Neorealisums. In kurzen Szenen, roh, poetisch und brutal, erzählt Visconti die Geschichte von zwei Liebenden am Rande der Gesellschaft: Gino, einem attraktiven Herumtreiber, und Giovanna, einer jungen, unglücklichen Ehefrau eines Tankstellenbetreibers, die versucht, ihrem früheren, von Armut geprägten Leben zu entkommen. Zusammen entwerfen sie den Plan, Giovannas Mann zu töten, doch das Verbrechen kann das Liebespaar nicht auf Dauer vereinen.

    Der belgische Regisseur und Leiter der Toneelgroep Amsterdam Ivo van Hove greift ein viertes Mal auf die Ästhetik des Neorealismus von Visconti zurück und überträgt diese auf das Theater. Die Rolle des Gino spielt Jude Law, einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation, sowohl bekannt für seine Darstellungen als Hamlet und Henry V im Theater als auch in preisgekrönten Filmen wie, unter anderem, in Unterwegs nach Cold Mountain oder Der talentierte Mr. Ripley. Erstmals stehen englische Schauspieler gemeinsam mit dem Ensemble der Toneelgroep Amsterdam auf der Bühne. Mit der Kraft einer antiken Tragödie entfaltet Obsession große Themen über die zerstörerische Energie von Leidenschaft und wie die Macht der Natur und der Druck der Gesellschaft die Hingabe von sich Liebenden zersetzen kann.

         


    Tickets: www.festwochen.at

  • 01 Jun 20:30
    Wiener Festwochen

    Halle G

    Wiener Festwochen

    Die selbsternannte Aristokratie
    Weiter lesen

    Der vor 215 Jahren geborene Honoré de Balzac schuf in seinen Romanen und Erzählungen ein enzyklopädisches Sittengemälde Frankreichs. Seine kritischen Analysen der ökonomischen Ungleichheiten und seine Verachtung für die brutalen, machtorientierten Gesetze der Großstadt überträgt er in lebensnahe Romanfiguren, die ihre Faszination bis in die Gegenwart ausüben. Viele der Balzacschen Figuren haben im Team von La Fleur eine aktuelle und reale Entsprechung. Wie die Dandys und Kurtisanen im 19. Jahrhundert bilden die Tänzer*innen, DJs und Schauspieler*innen gegenwärtig eine Art widerständige Aristokratie von unten.

    Bis heute suchen weltweit arme ehrgeizige junge Frauen und Männer ihr Glück und überqueren Kontinente, um in den westlichen Metropolen anzukommen. Neben der verführerischen Mischung aus Luxus und Moden, Haltungen und Styles, begegnen sie auch einer auf Abschottung beruhenden Einwanderungspolitik, aufgerüsteten Sicherheitsmaßnahmen und einer unsichtbaren, aber wirksamen Klassentrennung, die vielen den Aufstieg verwehrt. Was passiert, wenn Akteure im realen Leben soziale Rollen besetzen, die ihnen nicht zugeschrieben sind. 

    Viele La Fleur Mitglieder stammen aus den Pariser Banlieues oder von der Elfenbeinküste. Die damit verbundenen Zuschreibungen unterlaufen sie jedoch konsequent sowohl auf der Bühne als auch im wahren Leben. Als Mitglieder einer „Selfmade-Aristokratie“ nehmen sie Rollen an und wechseln ihren Status nach Belieben oder Notwendigkeit. Nach dem Prinzip „Bestimme, wer du sein willst!“ geht es um Selbstbehauptung und lustvolle Aneignung. Die selbsternannte Aristokratie ist das erste Stück der Gruppe um Monika Gintersdorfer und Franck Edmond Yao. 

                        


    Tickets: www.festwochen.at

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu gewährleisten. Surfen Sie weiterhin auf unserer Seite, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.