Veranstaltungen

  • 15 Mai 20:00
    Wiener Festwochen

    Halle E

    Wiener Festwochen

    Ishvara
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    Dass eine Vorliebe für Buddha und South Park keine unüberbrückbare Differenz ist, beweist der junge Künstler Tianzhuo Chen, Querulant der chinesischen Kunstszene. Die Eröffnungsproduktion der Wiener Festwochen 2017 ist ein Statement zu globaler Popkultur und eine Liebeserklärung an avantgardistische Subkulturen aus aller Welt. Mit seinen szenischen Bildkompositionen schafft er Stimulationsräume, die durch gezielte Überforderung einen hypnotischen Zustand erzeugen. Es entsteht ein visueller und akustischer Sog, der in seiner Assoziationsmächtigkeit und seinem Bombast als Neudefinition des Genres „Oper“ verstanden werden kann.
    Das zeitgenössische Opern-Happening Ishvara ist vom hinduistischen Epos Bhagavad Gītā inspiriert. In der Live-Performance wird die totale gegenseitige Durchdringung von Musik- und Tanzstilen, Körpern und Bildern angestrebt, um so die Bühnencharaktere in individuelle Versionen von Göttlichkeit zu pushen. Dabei wissen diese die große Bühne für ihre karnevaleske Rivalität zu nutzen. Realität verwandelt sich in Fantasie – oder in den nächsten Drogenrausch. Mit großer Präzision untersucht und befragt der Künstler Geschichte und Religion, um – ausgehend von seiner persönlichen Perspektive – unsere menschliche Existenz und spirituelle Ausbeutung in der modernen Welt zu erfassen.

    Geboren 1985 in Beijing und ausgebildet am Central Saint Martins College in London ist Chen einer der vielversprechendsten jungen Künstler Chinas. 2015 hatte er eine Einzelausstellung im renommierten Palais de Tokyo, Paris. Seine Arbeiten sind ebenso im Berghain in Berlin, auf den Fashion Weeks in London und Shanghai sowie in internationalen Galerien zu sehen. Auf Einladung des steirischen herbst wird Tianzhou Chen die Uraufführung einer neuen Auftragsarbeit 2017 in Graz präsentieren.                                        
                                



    Tickets: www.wienerfestwochen.at

  • 16 Mai 20:00
    Wiener Festwochen

    Halle G

    Wiener Festwochen

    Promised Ends: The Slow Arrow of Sorrow and Madness
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    Der Autor, Regisseur und Performance-Künstler Derrick Ryan Claude Mitchell schafft mit seiner Gruppe Saint Genet bildgewaltige Environments, in denen die Performer*innen physische wie psychische Grenzüberschreitungen durchleben. In seinem „Theater der Grausamkeit“ lässt er assoziativ-mythologische Räume entstehen und erzeugt überbordende Schönheit, die in jedem Moment in Schmerz, Hysterie und extreme Emotionen kippen kann.
    Promised Ends: The Slow Arrow of Sorrow and Madness ist der Abschluss eines dreijährigen Arbeitsprozesses rund um die Migrationstragödie der Donner Party, einer Gruppe von Siedler*innen, die die USA durchquerte und unvorstellbare Gräuel durchstehen musste, nachdem sie in der Sierra Nevada in einen Schneesturm geraten war. Mitchell zeigt eine Gesellschaft in einer Grenzsituation, die Tabuschwellen durchbricht, aber auch radikale Akte der Zuwendung erzeugt. Angst, Bedrohung, Tod und Kannibalismus. Oder eine neuen Form von Empathie?
    Zum Sprachrohr dieser Gesellschaft wird ein körperlich wie geistig zerstörter König Lear, inspiriert von Jean-Luc Godards und Akira Kurosawas filmischen Interpretationen der Tragödie. Der Lichtkünstler Ben Zamora schuf zusammen mit dem kinetischen Objektkünstler Casey Curran ein installatives Environment, das die Besucher*innen physisch erkunden können, bevor sich darin eine episch-opernhafte Performance entlädt – getragen von professionellen Performer*innen, Tänzer*innen und Live-Musiker*innen. Dabei werden wir Augenzeug*innen einer surrealen Vision, die unsere gemeinsame Vergangenheit wie unsere unbekannte Zukunft hinterfragt und sich gegen den Horror der gegenwärtigen politischen Situation auflehnt. Auf der erbarmungslosen Reise sind wir mit Saint Genet und der Donner
    Party im Gebirge gefangen und treffen auf einen ››mad king on the heath saying kill, kill, kill, kill, kill, kill!‹‹                                        
                                
       


    Tickets: www.wienerfestwochen.at

  • 17 Mai 20:00
    Wiener Festwochen

    Halle G

    Wiener Festwochen

    Promised Ends: The Slow Arrow of Sorrow and Madness
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    Der Autor, Regisseur und Performance-Künstler Derrick Ryan Claude Mitchell schafft mit seiner Gruppe Saint Genet bildgewaltige Environments, in denen die Performer*innen physische wie psychische Grenzüberschreitungen durchleben. In seinem „Theater der Grausamkeit“ lässt er assoziativ-mythologische Räume entstehen und erzeugt überbordende Schönheit, die in jedem Moment in Schmerz, Hysterie und extreme Emotionen kippen kann.
    Promised Ends: The Slow Arrow of Sorrow and Madness ist der Abschluss eines dreijährigen Arbeitsprozesses rund um die Migrationstragödie der Donner Party, einer Gruppe von Siedler*innen, die die USA durchquerte und unvorstellbare Gräuel durchstehen musste, nachdem sie in der Sierra Nevada in einen Schneesturm geraten war. Mitchell zeigt eine Gesellschaft in einer Grenzsituation, die Tabuschwellen durchbricht, aber auch radikale Akte der Zuwendung erzeugt. Angst, Bedrohung, Tod und Kannibalismus. Oder eine neuen Form von Empathie?
    Zum Sprachrohr dieser Gesellschaft wird ein körperlich wie geistig zerstörter König Lear, inspiriert von Jean-Luc Godards und Akira Kurosawas filmischen Interpretationen der Tragödie. Der Lichtkünstler Ben Zamora schuf zusammen mit dem kinetischen Objektkünstler Casey Curran ein installatives Environment, das die Besucher*innen physisch erkunden können, bevor sich darin eine episch-opernhafte Performance entlädt – getragen von professionellen Performer*innen, Tänzer*innen und Live-Musiker*innen. Dabei werden wir Augenzeug*innen einer surrealen Vision, die unsere gemeinsame Vergangenheit wie unsere unbekannte Zukunft hinterfragt und sich gegen den Horror der gegenwärtigen politischen Situation auflehnt. Auf der erbarmungslosen Reise sind wir mit Saint Genet und der Donner
    Party im Gebirge gefangen und treffen auf einen ››mad king on the heath saying kill, kill, kill, kill, kill, kill!‹‹                                        
                                
       


    Tickets: www.wienerfestwochen.at

  • 19 Mai 19:00
    Wiener Festwochen

    Halle E

    Wiener Festwochen

    Carolin Emcke
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    Carolin Emcke äußert sich in ihrem 2016 veröffentlichten Essay Gegen den Hass zu den großen Themen unserer Zeit: Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit. 

    In einer zunehmend polarisierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt. Denn Hass ist bei all seiner aggressiven und verachtenden Vehemenz unpräzise, ungenau und pauschalisierend. Andere Menschen werden nicht als Individuen, sie werden als Mitglieder eines abzulehnenden Kollektivs wahrgenommen: die Ausländer*innen, die Flüchtlinge, die Muslim*innen, die Juden*Jüdinnen, die Ungläubigen, die Homosexuellen, die Medien oder die Politiker*innen. Diesem dogmatischen Denken des Hasses, das keine Schattierungen berücksichtigt, setzt Carolin Emcke ein Lob des Vielstimmigen, des „Unreinen“ entgegen – weil so die Freiheit des Individuellen und auch Abweichenden zu schützen ist. Denn die Freiheit der anderen garantiert die eigene Freiheit. Gegen den Hass hilft laut Emcke letztlich nur das, was den Hassenden fehle: genaues Beobachten, nicht nachlassendes Differenzieren, Selbstzweifel und die Lust, Pluralität auszuhalten. 

    Ein Vortrag für alle, die überzeugende Argumente und Denkanstöße suchen, um eine offene Gesellschaft zu verteidigen.

    Carolin Emcke, geboren 1967, studierte Philosophie in London, Frankfurt/ Main und Harvard. Von 1998 bis 2013 bereiste sie weltweit Krisenregionen und berichtete darüber. Sie ist freie Publizistin und engagiert sich immer wieder mit künstlerischen Projekten und Interventionen. Für ihr Schaffen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus. Für Gegen den Hass wurde sie 2016 mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

                        


    Tickets: www.wienerfestwochen.at

  • 19 Mai 20:00
    Wiener Festwochen

    Halle G

    Wiener Festwochen

    Promised Ends: The Slow Arrow of Sorrow and Madness
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    Der Autor, Regisseur und Performance-Künstler Derrick Ryan Claude Mitchell schafft mit seiner Gruppe Saint Genet bildgewaltige Environments, in denen die Performer*innen physische wie psychische Grenzüberschreitungen durchleben. In seinem „Theater der Grausamkeit“ lässt er assoziativ-mythologische Räume entstehen und erzeugt überbordende Schönheit, die in jedem Moment in Schmerz, Hysterie und extreme Emotionen kippen kann.
    Promised Ends: The Slow Arrow of Sorrow and Madness ist der Abschluss eines dreijährigen Arbeitsprozesses rund um die Migrationstragödie der Donner Party, einer Gruppe von Siedler*innen, die die USA durchquerte und unvorstellbare Gräuel durchstehen musste, nachdem sie in der Sierra Nevada in einen Schneesturm geraten war. Mitchell zeigt eine Gesellschaft in einer Grenzsituation, die Tabuschwellen durchbricht, aber auch radikale Akte der Zuwendung erzeugt. Angst, Bedrohung, Tod und Kannibalismus. Oder eine neuen Form von Empathie?
    Zum Sprachrohr dieser Gesellschaft wird ein körperlich wie geistig zerstörter König Lear, inspiriert von Jean-Luc Godards und Akira Kurosawas filmischen Interpretationen der Tragödie. Der Lichtkünstler Ben Zamora schuf zusammen mit dem kinetischen Objektkünstler Casey Curran ein installatives Environment, das die Besucher*innen physisch erkunden können, bevor sich darin eine episch-opernhafte Performance entlädt – getragen von professionellen Performer*innen, Tänzer*innen und Live-Musiker*innen. Dabei werden wir Augenzeug*innen einer surrealen Vision, die unsere gemeinsame Vergangenheit wie unsere unbekannte Zukunft hinterfragt und sich gegen den Horror der gegenwärtigen politischen Situation auflehnt. Auf der erbarmungslosen Reise sind wir mit Saint Genet und der Donner
    Party im Gebirge gefangen und treffen auf einen ››mad king on the heath saying kill, kill, kill, kill, kill, kill!‹‹                                        
                                
       


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